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Im Fall der getöteten Polin beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin am vergangenen Samstag hat die polnische Staatsanwaltschaft nun die Ermittlungen aufgenommen. "Es handelt sich um ein Verbrechen, das mit lebenslanger Haft bestraft wird", schrieb die Behörde unter anderem auf der Plattform X.
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Die 65-jährige Frau lebte in Warschau und war mit ihrer Tochter am vergangenen Samstag auf dem CSD in Berlin gewesen, als der mußmatliche Attentäter Abdul B. mit einem Auto in eine Menschengruppe fuhr. Die Frau starb vor Ort, 29 weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Ereignisse rund um den Tathergang können Sie hier nachlesen.
Außenministerium in Warschau spricht von »Bestürzung und Trauer«
Die polnische Botschaft hat dem SPIEGEL bestätigt, dass es sich bei dem Todesopfer aus Polen um eine Frau aus Warschau handelt. Sie war mit ihrer Tochter für den CSD nach Berlin gereist. Die Bundesanwaltschaft bestätigte dem SPIEGEL, dass die getötete polnische Frau 65 Jahre alt ist. Ob die Tochter zu den Verletzten zählt, ist noch unklar.
Ein Sprecher des polnischen Außenministeriums drückte in einem Post auf X »Bestürzung und Trauer« über die Nachricht aus, dass das Todesopfer eine polnische Staatsbürgerin ist. »Wir sprechen der Familie und den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid aus«, heißt es weiter. Die polnische Vertretung in Berlin stehe in Kontakt mit den deutschen Behörden und werde der Familie der Toten die erforderliche konsularische Unterstützung zukommen lassen.
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Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul B. wurde nach SPIEGEL-Informationen noch am Tag des Anschlags von den Sicherheitsbehörden überwacht. Demnach filmte eine heimlich vom Berliner Landeskriminalamt (LKA) angebrachte Kamera, wie der 21-Jährige das Haus verließ, in dem er lebte.
Zunächst war er nach der Tat auf der Flucht, wurde am Sonntagabend jedoch bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenkolonie in Berlin-Spandau von den Einsatzkräften erschossen. Der 21-Jährige soll laut Polizei mit einer Stichwaffe auf die Beamten zugelaufen sein. Ein zweiter Verdächtiger wurde aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Der Verdacht, der Mann sei im Tatauto gewesen, erhärtete sich nicht.
Alle Entwicklungen zu dem Fall finden Sie hier im Liveblog.